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04.04.2021 - Die Vögel schienen es am Ostermorgen schon zu wissen. Es war gerade fünf Uhr vorbei und noch dunkel, da zwitscherten sie schon munter. Fast schien es als wollten sie schon verkünden, was dies für ein besondere Nacht ist, was an diesem Morgen in der Bischofsheimer Stadtpfarrkirche gefeiert wird.

Osternacht. Auferstehung. Das zentrale Fest des Christentums begann in Bischofsheim ganz still am Osterfeuer hinter der Kirche. Pfarrer Manfred Endres sprach die rituellen Worten über dem Feuer und der Kerze.

Mit der brennenden Osterkerze, dem Zeichen für den auferstandenen Christus, zog er in die dunkle Stadtpfarrkirche ein und begrüßte die versammelte Gemeinde mit dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi“ (das Licht Christi).

Ein beeindruckender Moment. Enders sang das Exsultet, den österlichen Lobgesang. Es ist eines der Höhepunkte im Kirchenjahr. Das Licht besiegt die Dunkelheit. Auferstehung aus dem Dunkel der Nacht wird erlebbar: „Frohlocket, ihr Chöre der Engel“. Es ist die große Erzählung Gottes mit dem Volk Israel, es spannt den Bogen von der Befreiung der Söhne Israels aus Ägypten bis hin zu Jesus Christus, der in dieser Nacht die „Ketten des Todes zerbrach“.

Mit dem festlichen Gloria und dem Einsetzen der Orgel fand dieser Jubel seinen Höhepunkt. Und dennoch blieb es in diesem Jahr ruhiger und verhaltender in der Bischofsheimer Stadtpfarrkirche. Kein Gemeindegesang. Abstand halten. Die Corona-Pandemie war auch in der Osternacht allgegenwärtig. Pfarrer Enders brachte in seiner Predigt die Sprachlosigkeit der Zeit eindrucksvoll zum Ausdruck und zugleich fand er mutmachende Worte. „Fürchte dich nicht es könnte nicht weiter gehen – es wird weitergehen.“

Der schnelle Blick ...

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